Dienstag, 16. November 2010

Kaffeeduft im Urwald

Das Hinterland von Costa Rica zeichnet sich ab durch dichten Urwald und Plantagen. Organisierte Touren bringen nun interessierte Urlauber dorthin, wo der Kaffee wächst und zwar in eines der wichtigsten Anbaugebiete der Welt.
Die Kaffeebohnen wachsen fern weg von den bei Touristen so beliebten Küsten von Costa Rica.

Am besten gedeiht die rote Frucht mit dem wertvollen Kern in der Mitte des Landes, im Hochtal Valle Central. Durch den fruchtbaren Vulkanboden ist die Region eine der wichtigsten Kaffeeanbaugebiete der Welt.

Kaffeeduft in Costa Rica

Auf der Plantage Hacienda Real am Fuß des Vulkans Turrialba werden die Besucher durch lange Reihen von Kaffeesträuchern geführt, über denen die feuchtheiße Morgenluft wie unter einem Treibhausdach steht. Die Plantage liegt 650 Meter über dem Meeresspiegel, tiefer als die meisten Hochlandplantagen mit ihrem erstaunlich milden Klima. Aus dem angrenzenden Naturschutzgebiet schallen die gurgelnden Rufe der Oropéndola-Vögel herüber. Von der hauseigenen Rösterei zieht der Kaffeeduft durch die schwüle Luft.

Die Touristen lernen hier, in der tropischen Idylle, wie die Kaffeefrüchte, auch Kirschen genannt, aufgebaut sind. Jedes Jahr zwischen November und Februar werden sie von Hand geerntet und anschließend ins „beneficio“, die Weiterverarbeitungsanlage, gebracht. Dort werden die Kirschen geschält, die Bohnen fermentiert, getrocknet und zum Export in Säcke abgefüllt. Dass der Kaffee an Ort und Stelle weiterverarbeitet wird, macht die Plantage zum idealen Vorzeigebetrieb.

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